Große Kunst
Damals, mit 27, zwischen Weihnachten und Silvester 1979, hielt ich mich schon seit Jahren für einen “Marxisten-Leninisten”. Und war demzufolge, was immer sonst ich mir unter meinem Glaubensbekenntnis im einzelnen vorgestellt haben mag, Anhänger der verschwiegen-größenwahnsinnigen Idee von der “Aufhebung” des reinen Geistes. In gewissen, spukhaft abgelegenen Kammern und Oberstübchen meines juvenilen Gehirnkastens hegte ich (wie alle meine Vorgänger und Genossen) die oft unbewußte Ansicht und selten ausgesprochene Erwartung, die philosophischen Gebäude und künstlerischen Gebilde des Deutschen Idealismus würden in einer zukünftigen Gesellschaftsordnung irgendwie “wahr werden” und allgemeine Geltung annehmen. mehr…
